Handycap macht Schule 2024

Die Klasse R5a durfte eine etwas andere Sportstunde erleben. Hr. Rieger vom Projekt „Handycap macht Schule“ war mit vielen Rollstühlen in die Turnhalle gekommen.

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Am 15.01.24 durften die Klasse R5a und ihre Sportlehrerin Frau Schokols eine etwas andere Sportstunde erleben. Hr. Rieger vom Projekt „Handycap macht Schule“ des Baden-Württembergischen Behindertensportverbands war mit vielen Rollstühlen in die Turnhalle der Liebfrauenschule gekommen, um den Schülerinnen und Schülern das Rollstuhlfahren zu zeigen und sie ins Rollstuhlbasketball einzuführen.

Zunächst stellte sich Hr. Rieger vor und beschrieb eindrucksvoll die Ursachen seiner Behinderung, aber auch seine sportlichen Aktivitäten im Rollstuhlbasketball sowie im Marathon. Anschließend bekamen die SchülerInnen eine Einführung in Sicherheitsaspekte im Umgang mit dem Rollstuhl, um sich später nicht aus Versehen selbst zu verletzen.

Dann ging es für die Klasse ans praktische Üben. Immer im Wechsel mit Partner*in absolvierten die Kinder zunächst verschiedene allgemeine Übungsformen, um sich an den Rollstuhl zu gewöhnen, wie z.B. gerade vorwärts und rückwärts fahren oder Slalom durch einen Hütchenparcours. Dabei stellte sich heraus, dass dazu zwar nicht viel Kraft, aber Koordinationsgeschick nötig ist.

Um sich langsam dem Basketballspiel zu nähern, demonstrierte Hr. Rieger der Klasse auch Übungen im Umgang mit dem Basketball wie z.B. das Passen und Fangen, die Aufnahme eines am Boden liegenden Balles über das Rollstuhlrad oder einen Korbleger aus der sitzenden Position des Rollstuhles heraus.

Im letzten Teil der Stunde stand dann das tatsächliche Rollstuhlbasketball auf dem Programm, in dem die Schülerinnen und Schüler die vorher erlangten Fähigkeiten nun umsetzen konnten. Dabei waren ihnen sowohl Ehrgeiz als auch Spaß von den Gesichtern abzulesen.

Die Kinder waren mit sehr viel Interesse und Eifer bei der Sache. Dies brachten sie auch in der abschließenden Gesprächsrunde zum Ausdruck, als sie von ihren Erfahrungen der heutigen Stunde erzählten. Hr. Rieger hatte es geschafft, die Kinder mit seiner Erfahrung und freundlichen, schülernahen Sprache auf die vielfältigen sportlichen Möglichkeiten mit Behinderung hinzuweisen. Dass auch mit einer Behinderung viele Dinge im Leben möglich sind und dass Menschen mit Behinderung schätzenswerte Fähigkeiten haben.

Frau Schokols bedankte sich herzlich bei Hr. Rieger für seine großartige Arbeit mit einem kleinen Präsent und hofft, dieses Projekt an der Schule etablieren zu können.

Silke Schokols